Mehr als ein Hobby

Willkommensworte und eine erste (Selbst-)Reflektion zum „Hobby“ Rollenspiele

Herzlich willkommen beim Fantastiker, liebe Leser!

Endlich ist es da – mein Blog zu meinem – und vielleicht auch Eurem – größten Hobby: dem Rollenspiel.

Herzlichen willkommen! Hoffentlich gefällt es Euch hier, und Ihr schaut häufig wieder rein. Wenn Ihr Meinungen oder Vorschläge zu diesem Blog habt, zögert nicht, sondern schreibt sie als Kommentar. 🙂

Für manche ist es ein Hobby…

Während ich die Sektion Über diese Website angelegt habe, ist mir aufgegangen, dass es eigentlich nicht korrekt wäre, wenn ich vom Rollenspielen als meinem „Hobby“ sprechen würde – es ist weit mehr als das! Haupt-Freizeitbeschäftigung, manchmal Haupt-Tagesbeschäftigung, Katalysator meiner Kreativität und aller möglichen (sogar wissenschaftlichen!) Interessen, Mitpräger meines Geschmacks und vieler Ansichten, wichtiges Diskussionsthema unter Freunden und auch ein wichtiger Baustein meiner Identität (obwohl das irgendwie abstrakt klingt).

Zugegeben, das liegt daran, dass ich einfach auch verhältnismäßig oft spiele – aktuell an 5 Tagen der Woche (in entsprechend vielen Gruppen). Die Frage ist natürlich: Ist mir das Rollenspielen so wichtig, weil ich so oft spiele, oder spiele ich hingegen so oft, weil mir das Rollenspielen so wichtig ist. Die Sache mit dem Huhn und dem Ei, Ihr wisst schon. 😉

Während einige meiner Mitspieler ähnlich oft spielen, kenne ich auch eine ganze Reihe Leute, die Rollenspiele weniger intensiv betreiben. Eine englische Bezeichnung für solche Spieler ist „casual gamers“, also Gelegenheitsspieler. Diese Leute haben eindeutig nicht weniger Enthusiasmus als sog. „hardcore gamers“ (wie ich), wenn sie beim Spielen selbst sind; außerhalb des eigentlichen Spielens jedoch beschäftigen sie sich selten oder gar nicht mit Rollenspielen. Und das ist wohl auch der wichtigste Unterschied.

Hardcore-Rollenspieler… Moment mal! Diese Bezeichnung – „Hardcore-Rollenspieler“ – klingt dreckig und abwertend. 😉 „Die-hard-Rollenspieler“ – ja, das klingt viel besser! Also, wo waren wir? Genau…

Die-hard-Rollenspieler beschäftigen sich häufig auch außerhalb der Spielsitzungen mit Rollenspiel-bezogenen Dingen. Z.B. werden sie in einschlägigen Internet-Foren aktiv, schreiben Blogs wie diesen oder entwickeln ihre eigenen Spielsysteme oder -welten und Hausregeln oder Varianten zu bestehenden Spielen. Rollenspiel ist für sie (bzw. für uns) also ein Ventil für Kreativität und Teil des täglichen Lebensstils.

Okay, es gibt auch Die-hard-Spieler, die weniger kreativ aktiv sind: Spieler von sog. MMORPGs. Die spielen teilweise länger und auf eine bestimmte Art auch intensiver als wir Die-hard-Pen-and-Paper-Spieler (schöne deutsch-englische Wortkette), theoretisieren aber normalerweise weniger über das Spiel und versuchen sich auch nicht in Eigenkreationen. Ich gebe zu: Das ist ein Klische. Kein Klischee ist es jedoch meiner Meinung nach, dass MMORPG-Spieler sowieso in der Regel nicht rollenspielen; ständiges Verbessern von Charakterfähigkeiten, ständige Suche nach noch besseren Gegenständen und der ständige Versuch, die Spiel-Features möglichst optimal zu nutzen, sind für mich waschechte Eigenschaften eines Strategiespiels, nicht eines Rollenspiels im eigentlichen Sinn.* Zu diesem Thema jedoch mehr in einem zukünftigen Blog-Artikel…

Nach diesem kleinen Exkurs in die Welt der Online-Spiele fehlt eigentlich nur noch das Fazit aus dem Vorhergesagten: Wenn ich das nächste Mal irgendwo meine Hobbys eintragen soll, sollte ich nicht einfach so „Rollenspiele“ angeben, sondern wohl eher so etwas wie „Passion: Rollenspiele“ oder „wichtigste Aktivität: Rollenspiele“.

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*) Ich weiß, dass es auch Online-Rollenspieler (und sogar MMORPG-Spieler) gibt, die tatsächlich Wert auf Rollenspiel-Aspekte wie Charakterdarstellung und Hineinversetzen in die Spielwelt legen. Aber die bilden – meiner Einschätzung nach – klar eine Minderheit.

3 Kommentare zu „Mehr als ein Hobby“

  1. Mordred sagt:

    Ahoi Jan! Vielleicht bin ich nicht der erste, der sich hier registriert, aber ich bin zumindest der erste der kommentiert. Jubel! Ich freue mich schon auf deine geistigen Ergüsse und bin gespannt und hoffnungsvoll, ob bzw. dass dieses Blog lange leben wird. Das Blog, es lebe hoch!

    Das Kommende erwartend,
    Mordred

  2. Zwart sagt:

    [quote]ständiges Verbessern von Charakterfähigkeiten, ständige Suche nach noch besseren Gegenständen und der ständige Versuch, die Spiel-Features möglichst optimal zu nutzen, sind für mich waschechte Eigenschaften eines Strategiespiels, nicht eines Rollenspiels im eigentlichen Sinn[/quote]

    Das ist ein ebenso wichtiger Teil von RollenSPIEL wie der Laientheater-bedeutungsschweres-Blabla-Teil. 🙂

  3. Jan sagt:

    Du hebst das „Spiel“ in diesem Zusammenhang hervor. Willst Du damit darauf hinweisen, dass zahlreiche strategisch-taktische Elemente zu jedem Spiel – gleich welcher Art – gehören? Oder vielleicht, dass in Spielen alles erlaubt ist, was Spaß macht – egal, ob es zum „Spielkonzept“ passt oder nicht?